|
von Guus Kuijer. Deutsch von Sylke Hachmeister In einer Fassung von Philipp Besson und Andreas Steudtner
"Wir alle für immer zusammen" - so stellen sich Kinder wohl das Paradies vor.
Das Leben der elfjährigen Polleke jedoch sieht anders aus. Ihre Eltern sind geschieden, ihr Lehrer ist in ihre Mutter verliebt, ihr Vater häufiger mal einfach verschwunden und ihr liebster Freund Mimun - aus Marokko - darf sich nicht mehr mit ihr treffen. Gegengewicht zum Beziehungschaos der Eltern ist die Geborgenheit bei Pollekes Großeltern auf dem Land und die Liebe zu ihrem Kälbchen.
Ein Stück über unsere multikulturelle Gesellschaft und ihre Patchwork-Familien, über Glauben und Religion und über starke, mutige Kinder, die nicht aufgeben, auch wenn
die Erwachsenen es ihnen alles andere als leicht machen.
Guus Kuijer hat mit Polleke eine Figur geschaffen, die das Zeug hat, eine Berühmtheit der Kinderliteratur zu werden. Das Buch erhielt den Deutschen Jugendliteraturpreis.
Regie: Hanni Westphal
Es spielen: Verena Kiegerl, Sternad Esther, Matthias Ohner
Licht Design: Clemens Zabini
Musikkomposition: Bernd Heinrauch
PRESSESTIMMEN & FEEDBACK
Jugendstücke haben es wohl so an sich, dass sie fast alle Probleme dieser Erde auf einmal zeigen müssen, da macht Guus Kuijer in „Wir alle für immer zusammen“ keine Ausnahme. Aber wie er sie zeigt, hat Klasse. Das wird vom Mezzanin Theater … in einer temporeichen Inszenierung von Hanni Westphal eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Hermann Götz, Falter 2009
In berührender Weise gelingt es Esther Sternad als Polleke, die Achterbahn der Gefühle einer Jugendlichen glaubhaft darzustellen. Mit Verena Kiegerl als Mutter, Großmutter und Freundin sowie Matthias Ohner, der in alle männlichen Rollen schlüpft, ist das hervorragende Darstellertrio komplett. Regisseurin Hanni Westphal bringt aktuelle gesellschaftliche Probleme sehr kindergerecht zur Sprache. Gert Heide, Kronen Zeitung 2009
Dass das Leben auch junge Menschen fordert, selten nach Harmoniewunsch verläuft und dennoch schön wie ein Gedicht ist, bringt Esther Sternad, neben Verena Kiegerl und Matthias Ohner erfrischend beherzt über die Bühne. Eine zeitnahe, sehenswerte Produktion… Elisabeth Willgruber-Spitz, Kleine Zeitung
In unserer Klasse haben fast alle Kinder Migrationshintergrund und 20 Kinder sind islamisch. Vieles wurde angesprochen,das zu Hause kein
Thema ist und daher hat unsere Schüler dies besonders emotional berührt. Bei der Nachbesprechung am nächsten Tag und dem ausgefüllten Fragebogen
wurde dies sehr deutlich. Tief beeindruckt hat die Schüler und mich die schauspielerische
Leistung. Es hat ihnen besonders imponiert, dass ein Schauspieler so viele verschiedene Rollen so wirklichkeitsgetreu spielen kann.
Alle Rollen sind sehr gut angekommen, besonders Polleke, derVater und
die islamische Mutter. 20 von 23 Schülern hat das Stück sehr gut gefallen, 18 Schüler würden es noch einmal anschauen.
Für mich als Lehrer war es ein wichtiger Beitrag zum interkulturellen Dialog, dem Ziel in der Klasse näher zu kommen: "Offensein für anderes, und respektvoller Umgang mit dem Anders-Sein". Großartige Leistung! Gratulation! Neue Mittelschule St.Andrä
|



|