Über Uns Fotogalerie Archiv Presse Newsletter Gästebuch Kontakt
leer
Spielplan Theater für junges Publikum Theater für Erwachsene Theaterfestivals Integratives Theater KumEina

 

WIR ALLE FÜR IMMER ZUSAMMEN

Ab 10 I 60 Min  
Schwapp
Die Siedler
Wir alle für immer zusammen
Moby Dick
Tarte au chocolat
Frau Meier, die Amsel
Viel Lärm um Musik
Schere-Stein-Papier
Barbie & Ken
Frau Finster
Die dumme Augustine

von Guus Kuijer. Deutsch von Sylke Hachmeister
In einer Fassung von Philipp Besson und Andreas Steudtner

"Wir alle für immer zusammen" - so stellen sich Kinder wohl das Paradies vor. Doch ihre Lebenswirklichkeit sieht fast immer anders aus. Das Leben der elfjährigen Polleke jedenfalls ist ganz schön kompliziert.

Pollekes Eltern sind geschieden, doch das stört sie nicht besonders. Ihre Mama ist prima und ihr Papa ein UP (unnormaler Papa), den sie sehr liebt, auch wenn er immer pleite ist.

Polleke will Dichterin werden, so wie ihr Vater, auch wenn der keine Gedichte schreibt und nur wie ein Dichter aussieht. Doch Mimun ihr liebster Freund, dessen Eltern aus Marokko kommen macht mit ihr Schluss, weil es in seiner Kultur nicht vorgesehen ist, dass Frauen dichten. Von da an laufen die Dinge schief. Ihre Mutter verliebt sich in ihren Lehrer, der ab jetzt Walter heißt und ihr nachts auf dem Flur begegnet. Kann es etwas Peinlicheres geben? Mimuns Mutter erklärt ihr, dass Mimun ein marokkanisches Mädchen heiraten soll und Pollekes Vater ist im Gefängnis weil er Hasch verkauft hat. „Manchmal ist das Leben ein Brechmittel“ sagt Polleke.

Gott sei Dank hat Polleke noch ihre Großeltern auf dem Land und die Liebe zu ihrem Kälbchen. Kühe sind für Polleke so ziemlich das Schönste und Beruhigendste auf der ganzen Welt – und ein klarer Beweis, dass es Gott gibt.

Guus Kuijer, einer der bekanntesten niederländischen Jugendschriftsteller, hat mit Polleke eine Figur geschaffen, die das Zeug hat, eine Berühmtheit der Kinderliteratur zu werden, vergleichbar mit Pippi Langstrumpf. Sie ist ein Mädchen, das heute lebt und dessen Kindheit vollkommen anders aussieht als die der Kinder in Astrid Lindgrens Büchern.

Polleke hat all jene Dinge zu bewältigen, die den heutigen Alltag eines Kindes ausmachen: Schule, Auseinandersetzungen mit Freundinnen, erste Liebe, Konflikte auf dem Schulweg, mit der Mutter und immer wieder die Begegnungen mit dem suchtkranken Vater. So viel ungeschützte Realität, so viel Erwachsenenwelt in einem Kinderleben! Und doch ist Polleke ein fröhliches und selbstbewusstes Mädchen. Sie hat eine Ruhe und Sicherheit in sich selbst, eine Natürlichkeit, die entwaffnend ist und eine kritische, sensible Art. Polleke lebt in einer Gesellschaft, die sozial dazugelernt hat. Kinder sind hier genauso Menschen wie alle anderen – nur ein bisschen jünger.

„Wir alle für immer zusammen“ ist ein ehrliches und humorvolles Stück über unsere multikulturelle Gesellschaft und ihre Patchwork Familien, über Glauben und Religion und über starke, mutige Kinder, die nicht aufgeben, auch wenn die Erwachsenen es ihnen alles andere als leicht machen.

Das Buch "Wir alle für immer zusammen" wurde 2001 mit dem Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.

Regie: Hanni Westphal
Es spielen: Verena Kiegerl, Sternad Esther, Matthias Ohner
Licht Design: Clemens Zabini
Musikkomposition: Bernd Heinrauch

PRESSESTIMMEN & FEEDBACK
Jugendstücke haben es wohl so an sich, dass sie fast alle Probleme dieser Erde auf einmal zeigen müssen, da macht Guus Kuijer in „Wir alle für immer zusammen“ keine Ausnahme. Aber wie er sie zeigt, hat Klasse. Das wird vom Mezzanin Theater … in einer temporeichen Inszenierung von Hanni Westphal eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Hermann Götz, Falter 2009

In berührender Weise gelingt es Esther Sternad als Polleke, die Achterbahn der Gefühle einer Jugendlichen glaubhaft darzustellen. Mit Verena Kiegerl als Mutter, Großmutter und Freundin sowie Matthias Ohner, der in alle männlichen Rollen schlüpft, ist das hervorragende Darstellertrio komplett. Regisseurin Hanni Westphal bringt aktuelle gesellschaftliche Probleme sehr kindergerecht zur Sprache. Gert Heide, Kronen Zeitung 2009

Dass das Leben auch junge Menschen fordert, selten nach Harmoniewunsch verläuft und dennoch schön wie ein Gedicht ist, bringt Esther Sternad, neben Verena Kiegerl und Matthias Ohner erfrischend beherzt über die Bühne. Eine zeitnahe, sehenswerte Produktion… Elisabeth Willgruber-Spitz, Kleine Zeitung 2009

In unserer Klasse haben fast alle Kinder Migrationshintergrund und 20 Kinder sind islamisch. Vieles wurde angesprochen,das zu Hause kein Thema ist und daher hat unsere Schüler dies besonders emotional berührt. Bei der Nachbesprechung am nächsten Tag und dem ausgefüllten Fragebogen wurde dies sehr deutlich. Tief beeindruckt hat die Schüler und mich die schauspielerische Leistung. Es hat ihnen besonders imponiert, dass ein Schauspieler so viele verschiedene Rollen so wirklichkeitsgetreu spielen kann. Alle Rollen sind sehr gut angekommen, besonders Polleke, derVater und die islamische Mutter. 20 von 23 Schülern hat das Stück sehr gut gefallen, 18 Schüler würden es noch einmal anschauen. Für mich als Lehrer war es ein wichtiger Beitrag zum interkulturellen Dialog, dem Ziel in der Klasse näher zu kommen: "Offensein für anderes, und respektvoller Umgang mit dem Anders-Sein".
Großartige Leistung! Gratulation!
Neue Mittelschule St.Andrä



mezzanintheater

mezzanintheater

mezzanintheater

mezzanintheater